Vergütungsstudie 2017-09-22T20:38:51+00:00

VERGÜTUNGSSTUDIE – BEDARF

Sie als Entscheidungsträger/in sind regelmäßig vor die Aufgabe gestellt, anspruchsvolle Vergütungsentscheidungen treffen, vorbereiten und prüfen zu müssen. Public Corporate Governance Kodizes sehen als Grundsatz guter Unternehmensführung vielfach vor, Vergütungsentscheidungen unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds oder des Branchen- und Wirtschaftsumfelds vorzunehmen (siehe nebenstehende Vergleichstabelle). Daneben existieren in einigen Gebietskörperschaften Regelungen in Beteiligungsrichtlinien, Beteiligungshandbüchern oder Hinweise zur Beteiligungsführung.

(Klicken zum Vergrößern)

Von betroffenen Akteuren, z.B. der Arbeitsgemeinschaft Beteiligungsmanagement des Deutschen Städtetages, wurde ein hoher Bedarf an einer neuen Studie artikuliert, um einen aussagekräftigeren Orientierungsrahmen für die Entscheidung über die Vergütung von Mitgliedern des Top-Managements öffentlicher Unternehmen zu erhalten. Die Ausgestaltung und die verwendeten Informationsgrundlagen für die Vergütungsentscheidung sind zunehmend auch Bestandteil der sogenannten Betätigungsprüfung von Rechnungshöfen und Rechnungsprüfungsämtern.  Dafür bietet die Studie ebenfalls eine fundierte Arbeitsunterstützung. Beispielsweise hat der Bundesrechnungshof zu Beginn des Jahres 2017 in seinen Bemerkungen das Beteiligungsmanagement des Bundes hervorgehoben und dabei u.a. auch Fragen der Top-Managementorganvergütung angesprochen.

Die Erstellung der von Prof. Dr. Ulf Papenfuß von der Zeppelin Universität Friedrichshafen und seinem Team durchgeführten Studie wird vom Deutschen Städtetag unterstützt.

ZIEL

Übergreifend wird mit der Studie ein handfester Entwicklungsbeitrag zur nachhaltigen Aufgabenerfüllung bei knappen Ressourcen und zur Steuerung von öffentlichen Unternehmen geleistet. Sie ermöglicht, bisherige Informationsabhängigkeiten der öffentlichen Hand zu überwinden sowie die Diskussion im Vergütungskontext durch wissenschaftliche Erkenntnisse zu versachlichen. Die Studie ist eine große Chance für das öffentliche Gemeinwesen. Im Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis besitzt sie besondere Potenziale für die öffentliche Hand zur Stärkung einer nachhaltigen Daseinsvorsorge und für die Entscheidungskultur in diesem Handlungsfeld.

Für Entscheidungsträger/innen kann die Studie eine Entscheidungsunterstützung und einen Orientierungsrahmen mit relevanten Mehrwerten bieten, wie u.a.:

  • Argumente und faktenbasierte Grundlage für angemessene Vergütungen im Sinne der Daseinsvorsorge

  • Stärkung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen in der Öffentlichkeit bei der Verwendung öffentlicher Mittel

  • Fundierung von Antworten auf zunehmende Fragen zur Vergütung durch Öffentlichkeit und Medien

  • Einsparpotenziale durch weniger Ausgaben für Personal-/Vergütungsberatung und andere Studien

  • Beurteilung von Vergütungsvorschlägen aus Personal-/Vergütungsberatung und Gutachten

VORTEILE

  • Ausschließlich „echte“ öffentliche Unternehmen, bei denen die öffentliche Hand einen maßgeblichen Einfluss bei Vergütungsentscheidungen ausüben kann (Beteiligung mind. 50%)

  • Einzigartige Datenbasis aus Abfrage nicht öffentlich verfügbarer Vergütungsdaten und Dokumentenanalyse

  • Breites Analyseportfolio für fundiertere Entscheidungsunterstützung (z.B. erfolgsbezogene Vergütung in Branchen und relative Vergütung)

  • Differenzierte Branchenzuordnung und -betrachtung für einen sachgerechteren Vergleich

  • Wissenschaftliche Qualitätsmaßstäbe sowie eindeutige Ausrichtung an Praxisbedarf

Sie können Vergütungsdaten der eigenen Unternehmen schnell und unkompliziert mit den Branchendurchschnitten der Studie vergleichen, situationsgerecht evtl. örtliche Besonderheiten in die Überlegungen aufnehmen und auf dieser Grundlage eine fundiert und sachlich begründete Entscheidung treffen. Angesichts der Relevanz der Thematik und der Höhe der gezahlten Vergütungen lohnt sich der Erwerb einer Lizenz zur Nutzung der Studie aus unserer Sicht bereits bei einer einzelnen entsprechenden Vergütungsentscheidung.

INHALTE DER VERGÜTUNGSSTUDIE

In die neue Studie 2017 sind die aktuellen verfügbaren Vergütungsdaten von über 2.500 Top-Managementmitgliedern aus über 1.300 unmittelbar und mittelbar maßgeblich beeinflussten Unternehmen der öffentlichen Hand (Beteiligungsanteil mind. 50%) aus allen Städten mit über 30.000 Einwohnern/innen, allen Landkreisen sowie von Bund und Ländern eingegangen.

Hierfür wurden Vergütungsdaten durch viele Gebietskörperschaften auf unserem PCG-Forschungsportal eingegeben. Darüber hinaus wurden bei über 6.600 Unternehmen Jahresabschlüsse, Corporate Governance-Berichte, Beteiligungs- und Vergütungsberichte sowie Offenlegungs- und Transparenzportale in Bezug auf die offengelegten Vergütungsdaten analysiert.

0
Top-Management-Mitglieder
0
Öffentliche Unternehmen
0
Dokumente analysiert

Für eine sachgerechte Vergleichsmöglichkeit wird die Aufbereitung der Vergütungsdaten der Unternehmen der kommunalen Ebene (Städte und Landkreise) sowie von Bund und Ländern jeweils separat ausgewiesen (Inhaltsverzeichnis der Studie).

Die Studie bietet ein breites Portfolio an Auswertungs- und Vergleichsmöglichkeiten:

  • Differenzierte Auswertungen für über 20 Branchen (u.a. deutsche Sparkassen) der kommunalen Ebene sowie für Bund und Länder
  • Absolute Vergütung (Gesamt-/erfolgsbezogene Vergütung, Altersvorsorge, Nebenleistungen)

  • Auswertungen nach Unternehmensgrößenklassen, Regionen und Einwohnerzahl

  • Relative Vergütung in Bezug zur Zahl der Arbeitnehmer/innen, Bilanzsumme und Umsatz

  • Übersicht der Vergütung der jeweiligen Top-Managementmitglieder für Unternehmen mit öffentlich verfügbaren Vergütungsdaten
  • Kompakte Steckbriefe für branchenbezogene Auswertungen

  • Zusätzliches Kapitel zu Unterschieden bei der Vergütungshöhe zwischen Frauen und Männern mit Blick auf die gesellschaftspolitische Debatte zu „Gender Pay Gap“ und zur Unterstützung der Gleichstellungsarbeit vor Ort

DARSTELLUNGSBEISPIELE

Der folgende Abschnitt soll Ihnen -zusätzlich zum Inhaltsverzeichnis- einen ersten Eindruck über die Studieninhalte vermitteln:

  • Branchenübergreifende durchschnittliche Gesamtvergütung pro Kopf auf kommunaler Ebene: 141.433 Euro (Angaben stets Medianwerte)
  • Substanzielle Vergütungsunterschiede: Vergütung pro Kopf von Mitgliedern des Top-Managements z.B. bei Stadtwerken bei 217.500 Euro mehr als doppelt so hoch wie in der Branche in Gesundheit & Soziales 87.791 Euro

(Klicken zum Vergrößern)

Das branchenübergreifende Vergütungsgefälle kann u.a. mit den unterschiedlich großen Unternehmen innerhalb der Branchen zusammenhängen (siehe  obenstehende Abbildung). Dennoch sollte in Anbetracht der deutlichen Unterschiede zwischen den Branchen analysiert werden, inwieweit die Vergütungsunterschiede die Bedeutung der von den jeweiligen Branchen abgedeckten Politikfelder angemessen reflektieren. Es kann für diese Unterschiede nachvollziehbare Gründe geben, diese Gründe sollten jedoch sachlich diskutiert und fortlaufend dokumentiert werden.

0
Gesamtvergütung pro Kopf (Stadtwerke)
0
Gesamtvergütung pro Kopf (branchenübergreifend)
0
Gesamtvergütung pro Kopf (Gesundheit und Soziales)

Wichtig ist vor allem auch, die Vergütung innerhalb einer Branche für Unternehmen verschiedener Größenklassen zu vergleichen. Hierfür zeigt nachfolgende Abbildung für die Branche „Verkehr, ÖPNV und Transport“ exemplarisch anhand des Größenklassenmerkmals „Zahl der Arbeitnehmer/innen“ einen Anstieg der Vergütung bei zunehmender Unternehmensgrößenklasse.

(Klicken zum Vergrößern)

  • Ein Mitglied des Top-Managements erhält in der Größenklasse
    „251-500 Arbeitnehmer/innen“  144.811 Euro
  • In der Größenklasse „501-1.000 Arbeitnehmer/innen“ werden 210.000 Euro gezahlt

Neben der absoluten Vergütung ist insbesondere die Betrachtung der relativen Vergütung in Bezug zu den Merkmalen der Unternehmensgröße erforderlich und für den Arbeitsalltag zusätzlich hilfreich. Hierfür werden zur Veranschaulichung in der Studie für die einzelnen Branchen sogenannte Punktewolken gezeigt, welche die Vergütung in Relation zur Zahl der Arbeitnehmer/innen, der Bilanzsumme oder dem Umsatz zeigen.

Durch diese graphische Verdichtung von Informationen können Organisationskomplexität und Größenunterschiede innerhalb der Branche berücksichtigt werden. Hierzu können die Vergütungsdaten in Relation zur Zahl der Arbeitnehmer/innen, zur Bilanzsumme und zum Umsatz gesetzt werden.

Nachfolgende Abbildung veranschaulicht diesen Ansatz exemplarisch. Ausführliche Erläuterungen zur Punktewolke, neben dem Beispiel unterhalb der Abbildung, finden Sie hier.

Anhand eines Fallbeispiels soll die Nutzung der obenstehenden Punktewolke zusätzlich erläutert werden. Das Unternehmen, für das eine Vergütungsentscheidung zu treffen ist, besitzt 500 Arbeitnehmer/innen, eine Bilanzsumme von 420 Mio. Euro und Umsätze von 200 Mio. Euro. Für das konkrete Fallbeispiel kann man sich, vereinfacht ausgedrückt, ein Lineal nehmen und dies bei der jeweiligen Abbildung auf der horizontalen x-Achse an der entsprechenden Zahl anlegen (gestrichelte vertikale graue Linie). Bei der Zahl der Arbeitnehmer/innen als Merkmal der Unternehmensgröße zeigt sich, dass sieben Unternehmen mit ähnlicher Zahl der Arbeitnehmer/innen zwischen 255.000 Euro und 405.000 Euro zahlen. Der Punkt, an dem sich Lineal und die Linie schneiden, sagt aus, dass die Gesamtvergütung pro Kopf bei einer derartigen Unternehmensgröße im Schnitt bei etwa 360.000 Euro liegt.

Sehr wichtig ist es wie betont, in allen Branchen nicht nur eine derartige Abbildung mit der Zahl der Arbeitnehmer/innen zu nutzen, sondern zudem den gleichen Abbildungsansatz für die Merkmale Bilanzsumme und Umsatz zu betrachten.

LIZENZEN UND MITTELVERWENDUNG

Angesichts der Relevanz der Thematik und der Höhe der gezahlten Vergütungen lohnt sich der Erwerb einer Lizenz zur Nutzung der Studie aus unserer Sicht bereits bei einer einzelnen Vergütungsentscheidung. Selbst wenn aktuelle keine Vergütungsentscheidung ansteht, ist die Studie auch bei der jährlichen Festlegung von erfolgsbezogenen Vergütungen, z.B. in Zielvereinbarungen, ein hilfreiches Werkzeug und der Erwerb lohnt sich auch in diesen Fällen. Durch unseren gemeinnützigen Ansatz fördert ein Erwerb, zusätzlich zum Alltagsnutzen, praxisrelevante Public Management Forschung im Sinne des öffentlichen Gemeinwesens. Weitere Studien erhalten Sie daher frei verfügbar auf der Seite des Lehrstuhls für Public Management & Public Policy.

Alle Preise zuzüglich 7% Umsatzsteuer. Sofern Sie die Vergütungsstudie 2016 erworben haben, erhalten Sie beim Erwerb einer Lizenz für die Nutzung der neuen Studie 2017 einen Preisnachlass von 25%.

AUSBLICK

Die Vergütungsstudie 2017 bietet im Vergleich den aussagekräftigsten Orientierungsrahmen und ein umfassendes Analyseportfolio zur Alltagsunterstützung. Die Höhe und Ausgestaltung der Vergütung von Mitgliedern des Top-Managements öffentlicher Unternehmen ist ein wichtiges Thema mit hoher Ausstrahlungswirkung für eine nachhaltige Daseinsvorsorge.

Übergreifend verdeutlichen die Befunde einen hohen Analyse- und Reflexionsbedarf. Eine Versachlichung der Diskussion um dieses häufig als sensibel empfundene Thema ist weiter geboten. Um Entscheidungsträger/innen zukünftig eine noch repräsentativere Datenbasis und zusätzlich differenzierte Auswertungen zu liefern sowie die öffentliche Hand bei Vergütungsentscheidungen kontinuierlich zu unterstützen, wird diese Studie langfristig fortgesetzt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich bei der nächsten Abfrage weitere Gebietskörperschaften beteiligen würden. Neben dem Deutschen Städtetag stehen wir hierfür auch weiterhin mit den weiteren kommunalen Spitzenverbänden sowie entsprechend mit Bund und Ländern im Austausch. Im Jahr 2018 wird die dritte Vergütungsstudie auf dem PCG-Forschungsportal erscheinen.

Die Studie ist eine große Chance für das öffentliche Gemeinwesen. Im Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis besitzt sie besondere Potenziale für die öffentliche Hand zur Stärkung einer nachhaltigen Daseinsvorsorge und für die Entscheidungskultur in diesem Handlungsfeld. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren gemeinnützigen Ansatz unterstützen und die Studie in der Praxis weiterempfehlen.

Studie 2017 erwerben